Ist die Naturheilkunde mit ihren pflanzlichen Naturheilmitteln dasselbe wie Homöopathie?

Pflanzliche nachweisbare Wirkstoffe vs. homöopathische Mittel
Traditionelle Naturheilmittel haben mit der Homöopathie wenig gemeinsam, worin die genauen Unterschiede liegen und warum man beide Bereiche klar trennen sollte, erfahrt ihr in diesem Beitrag...
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Oft wird die „Naturheilkunde“ mit ihren pflanzlichen Medikamenten und Therapieverfahren mit dem Bereich der „Homöopathie“ in einen Topf geworfen. Beide Ansätze unterschieden sich jedoch ganz massiv voneinander. Es soll in diesem Beitrag auch nicht darum gehen, ob die Homöopathie tatsächlich wirkt oder nicht, sondern wie sich diese von der Naturheilkunde und deren pflanzlichen Wirkstoffen grundlegend unterscheidet.

Naturheilkunde und Homöopathie sind nicht das Gleiche!

Die Naturheilkunde wird leider oft nur als ein simpler Überbegriff genutzt, in dem praktisch etliche an sich völlig unterschiedliche und artfremde Bereiche mit hineingepackt werden. Von nachgewiesenen pflanzlichen Wirkstoffen und Therapien, über die wissenschaftlich äußerst umstrittenen homöopathischen Behandlungsansätze, bis hin zu völlig unwirksamem, esoterischem Humbug ist alles dabei.



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Auch die Homöopathie zählt für viele Menschen und aus Sicht der Wissenschaft sowie einem Großteil der Ärzte ebenfalls sehr häufig zu letzterem Punkt. Doch darum soll es in diesem Beitrag wie bereits eingangs geschrieben nicht gehen.

Die Naturheilkunde mit ihren pflanzlichen Wirkstoffen vs. homöopathische Präparate

Der wohl größte Unterschied wird bereits sofort erkennbar, wenn man ein nachweislich wirksames pflanzliches Mittel, mit einem entsprechend homöopathischen Kügelchen- oder Tröpfchen Produkt vergleicht. Nehmen wir als Beispiel einfache Auszüge aus Pfefferminzblättern, die in Form eines Naturheilmittels zum Freiwerden der Atemwege angewendet werden.

Während das Naturheilmittel über die ätherischen Öle aus den Pfefferminzblättern in seiner Wirkstoffkonzentration sehr hoch ist und damit wissenschaftlich auch im Labor einer Analyse standhält, ist ein Homöopathie-Präparat im Gegensatz dazu derart stark verdünnt, dass man selbst mit einem hochsensiblen Analysegerät Glück haben muss, um noch etwas vom Ursprungsstoff zu finden.

Wer nur wenige Moleküle bzw. Atome des nach der homöopathischen Lehre zu Grunde liegendem Ausgangstoffes, der z.B. für Globuli oder Tropfen genutzt wurde im Endprodukt noch nachweisen kann, der hat einen mathematisch sehr unwahrscheinlichen Volltreffer gelandet.

Homöopathische Arzneimittel und Wirkstoffe sind mit ansteigender Potenzierungszahl derart stark verdünnt, dass es kaum noch eine Chance auf das Auffinden einer Spur der eigentlichen Wirkstoffe gibt. Es ist bildlich ungefähr so zu vergleichen, als würde man einen Liter Karottensaft in den Bodensee schütten, diesen mehrfach umrühren und danach versuchen mit einer Wasserprobe das nun enthaltene Vitamin A des Sees zu bestimmen.

Selbst wenn der Bodensee aus perfekt reinem Osmosewasser bestehen würde, wäre es aufgrund der extremen Verdünnung somit ein absoluter Glückstreffer irgendetwas vom hinzugefügten Karottensaft oder gar dem nun enthaltenen Vitamin A im See noch über eine einzelne Wasserprobe wieder zu entdecken.

Das Problem der wissenschaftlichen Bestätigung von Homöopathie im Vergleich zu pflanzlichen Wirkstoffen der Naturheilkunde

In meinem Beispiel mit den Pfefferminzblättern als Arznei-Rohstoff, wird auch der gesundheitliche Effekt bei der Anwendung mit dem Ziel der freien Atemwege, durch den Einsatz der ätherischen Öle problemlos einer wissenschaftlich korrekt durchgeführten Doppelblindstudie standhalten.

Auch die weltweit millionenfach über die Jahrhunderte entstandenen positiven Erfahrungen zu diesem traditionellen und rein pflanzlichen Heilmittel würden diesen Effekt ebenfalls einwandfrei bestätigen.

Ich schreibe immer wieder neue Beiträge über diese natürlichen Alternativen. Dabei weise ich jedoch generell darauf hin, dass bei jeglichen Symptomen zunächst unbedingt ein guter Facharzt zur Erstellung einer genauen medizinischen Diagnose besucht werden sollte. Ob es sich nun um direkte Krankheiten oder mögliche Mängel an Vitaminen oder Mineralstoffen handelt, die per Blutanalyse im Labor überprüft werden können, ist dabei egal. Erst eine fachliche Diagnose ist die Grundlage für einen späteren Behandlungsplan in Zusammenarbeit mit einem guten Arzt, der dann auch Naturheilmittel oder sinnvolle Nahrungsergänzungen beinhalten kann.

Auf etlichen weiteren Webseiten werden Heilmittel aus der Natur als alternative Hilfen bei verschiedenen Beschwerden beschrieben. Möchte man hier eine Auswahl treffen und zu einer persönlichen Entscheidung kommen, dann ist es immer sehr empfehlenswert diese Artikel untereinander zu vergleichen und deren Inhalte sehr genau zu prüfen. Es ist dabei äußerst wichtig auf seriöse Studienlinks sowie tatsächliche persönliche Erfahrungen zu den jeweiligen Produkten oder Therapien zu achten.

Ich probiere z.B. Naturheilmitteln, Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungen, die ich persönlich nach entsprechender Recherche für überzeugend halte teilweise an mir selbst aus, bevor ich einen Beitrag dazu verfasse. So habe ich von einfachem Matcha Tee, über entzündungshemmendes Zistrosenkraut, bis hin zu exotischeren, heimischen Heilpilzen wie den Birkenporling oder die Krause Glucke schon vieles getestet. Auch mit aus meiner Sicht sinnvolle natürlichen Nahrungsergänzungen wie z.B. der mineralstoffreichen Sango Koralle, Camu Camu zur Vitamin C Versorgung oder Vitamin D sowie etlichen weiteren Produkten habe ich viele positive Erfahrungen sammeln können.

Bei der Homöopathie liegt der Schwerpunkt der „Beweislage“ auf den persönlichen also subjektiven Erfahrungen oder zumindest den positiven sowie negativen Stimmen, die man aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis gehört hat.


Wissenschaftlich gesehen ist der Nachweis von Homöopathie und dessen Wirksamkeit hingegen ein echtes Problem, das immer wieder zu verhärteten Grabenkämpfen zwischen Befürwortern der homöopathischen Lehre und dessen Gegnern führt.

In den USA muss zum Beispiel auf den homöopathischen Mitteln der Hinweis stehen, dass diese keinen offiziellen Nachweis zur Wirksamkeit haben und nicht durch die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA anerkannt sind.

Verkauft werden sie aber trotzdem, da es offensichtlich entweder genug Käufer gibt die an die Homöopathie „glauben“ oder diese vielleicht eben doch ihre Wirkung entfaltet? Letztendlich ist es egal, da es uns sonst wieder zur Frage zurückführt ob Homöopathie für sich überhaupt wirksam ist oder nicht. Das Thema ist mir einen extra Beitrag wert.

Kritische Anmerkung: So natürlich ist die heutige Naturheilkunde leider häufig gar nicht…

Oft wird mit dem ach so natürlichen Inhaltsstoffen z.B. von Baldrian-Dragees zum Einschlafen, Melisse Tabletten zur Beruhigung oder natürlichen Extrakten aus Pflanzen wie Löwenzahn und Ringelblume geworben. Gewiss können diese natürlichen Rohstoffe alle sinnvoll sein und auch relativ nebenwirkungsarm in ihrer Anwendung. Schaut man jedoch genauer auf die Packungsbeilagen, dann findet man in diesen „Naturheilmitteln“ ganz unschöne und teils sehr bedenkliche Stoffe, welche mit der Natur überhaupt nichts mehr zu tun haben.

So werden z.B. für die Färbung von Kapseln, Tabletten und Dragees sinnlose Azofarbstoffe oder Titandioxid zur rein optischen „Verschönerung“ eingesetzt. Billige Rieselhilfen wie Magnesiumstearat sind ebenfalls häufig zu finden oder verschiedene künstliche Konservierungsstoffe. Dies ist dann selbstverständlich alles andere als natürlich und gesund. Von daher sollte man ganz genau darauf achten, was man an „Naturheilmitteln“ kauft und gegebenenfalls auf Alternativen zurückgreifen, die im Idealfall auf keine oder zumindest unbedenkliche Zusatzstoffe setzen.

Man darf seriöse Naturheilkunde nicht mit Pseudowissenschaften, Scharlatanerie und esoterischem Humbug verwechseln, auch nicht mit dem Thema Homöopathie!

Naturheilmitteln wirken nachweislich, zu etlichen Medikamenten gibt es Doppelblindstudien und die Pflanzenstoffe finden auch in wirksamen Kombipräparaten oder als Reinstoffe in der Schulmedizin regen Gebrauch. Ob es nun das hochkonzentrierte Johanniskrautextrakt gegen Depressionen ist oder einfach nur ein Hustensaft bzw. Schleimlöser aus Spitzwegereichkraut und Pfefferminze. Naturheilmittel haben zu großen Teilen eine wissenschaftlich gut nachweisbare Wirkung!

Genau aus diesem Grund gilt es sie auch klar von irgendwelchen Pseudowissenschaften und zum Teil auch gesundheitlich äußerst bedenklichen oder sogar akut gefährlichen Scharlatanerien abzugrenzen.

Mit der Homöopathie gibt es bis auf die Ausnahme einiger pflanzlicher und mineralischer Rohstoffe, die als Ausgangsprodukt für die spätere Potenzierung verwendet werden keine großen Gemeinsamkeiten. Der Restgehalt dieser Ausgangsstoffe ist derart gering, dass man im Prinzip in den Kügelchen zumindest unter einem hochsensiblen Analyseverfahren neben Wasser und Zucker bestenfalls noch einzelne Moleküle oder Atome nachweisen kann. Bei sehr hohen Potenzen gelinkt dies selbst mit modernster Messtechnik nicht mehr. Bei der Naturheilkunde und ihren Wirkstoffen ist dies jedoch absolut nicht der Fall.

Sanfte pflanzliche Medizin und sanfte Homöopathie?

Homöopathie wird gerne auch als „sanfte Medizin“ bezeichnet. Naturheilkunde ist dies häufig ebenfalls, muss es jedoch nicht sein. Zwar kommen alle Stoffe aus der traditionellen Naturheilkunde aus einem natürlichen Ursprung, sie bestehen z.B. aus ganzen Pflanzenteilen, Auszügen, Tinkturen und anderen Extrakten, doch letztendlich sind sie dann auch nur reine von der Natur geordnete Chemie. Naturheilkundliche Medikamente können durchaus starke Nebenwirkungen haben, zudem können einige Stoffe auch alles andere als „sanft“ wirken.

Im Internet wird diese sanfte Wirkung häufig in den Vordergrund gerückt und manchmal generalisiert. Auf vielen Webseiten über Naturheilmittel wird gerade das suggeriert: „Die sanften Naturheilmittel und die aggressiven Medikamente der Pharmaindustrie.“ Dieses schwarz-weiß-Denken deckt sich jedoch nicht mit meiner persönlichen Meinung.

Es sind wirklich viele der Medikamente aus der Pharmaindustrie mit meist häufigeren und stärkeren Nebenwirkungen vertreten, als ihre Konkurrenten aus der Naturheilkunde. Die künstlichen Produkte sind zudem größtenteils voll mit sinnlosen und bedenklichen Zusatzstoffen. Doch geht auch hier der Trend zu Alternativmedikamenten. Es gibt nicht pauschal die böse Pharmaindustrie an sich, denn die Pharmaindustrie stellt alles her, vom synthetischen Blutdrucksenker bis hin zu Antidepressiva aus Johanniskrautextrakten, die wohl eher der Naturheilkunde zuzusprechen sind.

Die seriöse Naturheilkunde beinhaltet unter ihrem Schirm die grundlegenden pflanzlichen und mineralischen Wirkstoffe in einer möglichst natürlichen Form. Es gehören selbstverständlich neben einer gesunden und äußerst vitalstoffreichen Ernährung auch klassische und ergänzende Therapiekonzepte sowie Grundlagen wie z.B. Bewegungstherapien, Kneippbäder oder Massagen dazu.

Manche Menschen zählen zur Naturheilkunde auch die Homöopathie und viele andere alternativmedizinische Richtungen. Es hat aber seinen Grund, warum der Begriff Homöopathie häufig als ergänzende Angabe aufgeführt wird. Nicht selten liest man daher auch ähnliche Sätze wie „Naturheilkundliche Arztpraxis mit homöopathischen Konzepten“ oder Allgemeinmediziner mit Schwerpunkt Naturheilkunde und Homöopathie“. Hier werden die Begriffe klar getrennt und das sollten sie meiner Meinung nach auch bleiben.

Fazit:

Naturheilkunde und Homöopathie unterschieden sich grundlegend. Da die homöopathische Lehre höchst umstritten ist und aus wissenschaftlicher Sicht größtenteils keine Anerkennung und auch keine Beweisbarkeit gefunden hat, stellt sie einen ganz eigener Therapieansatz im Vergleich zur Naturheilkunde dar.


Ob dieser alternative Ansatz tatsächlich funktioniert oder ob alles nur Placeboeffekt ist, das steht immer noch offen. Vielleicht wirkt die Homöopathie ja auch auf über einen ganz anderen Wirkmechanismus der weder mit dem aktuellen Wissensstand der Wissenschaft nachvollziehbar, noch durch entsprechende Geräte auf dem aktuellen Technologielevel messbar ist.

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Über Marco Eitelmann 407 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 16 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt und mich durch zusätzliche private Fortbildung zum Experten im Bereich Lebensmittelzusatzstoffe, Ernährung und Gesundheit entwickelt. Beruflich lag zudem ein Schwerpunkt auf der Lebensmittelsicherheit (HACCP und EHI Dokumentation) sowie dem Infektionsschutz. Privat: Ernähre ich mich ebenfalls sehr gesund und bin immer wieder mit Experimenten sowie dokumentierten Selbstversuchen in Sachen Ernährung und Gesundheit beschäftigt. Ich verbringe meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir dabei viel Wissen durch Fachliteratur und praktische Erfahrungen über Pflanzen, Pilze und Wildkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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