Die Basische Ernährung – Was genau ist das und wie wird sie aus wissenschaftlicher Sicht gesehen?

Wer sich basisch ernährt, der braucht nicht auf ein leckeres und abwechslungsreiches Essen zu verzichten. Hier sind typische, als basisch geltende Beilagen wie Kartoffeln und Spinat mit leicht säurebildenden Lebensmitteln in Form von ein wenig Rührei und Seelachs kombiniert worden. Die nach diesem Ernährungskonzept als sauer eingestuften Lebensmittel sind kein vollständiges Tabu, sollten aber möglichst weniger als 20 Prozent bei der täglichen Ernährung ausmachen. Nach einer solchen Mahlzeit sollten an diesem Tag also mehr basische Zutaten für das Abendessen und das Frühstück gewählt werden, um die Säurebildner auszugleichen.
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Eine basische Ernährung soll besonders gesund sein, Krankheiten vorbeugen können und dem Menschen zu mehr Wohlbefinden verhelfen. Welche Lebensmittel gelten überhaupt als basisch und was macht dieses Ernährungskonzept im Grundsatz aus?

Inzwischen gibt es sogar das Basenfasten, bei der die Ernährung vorrübergehend nahezu zu 100 Prozent aus basischen Nahrungsmitteln und Getränken besteht. Fakt ist, dass die basische Ernährung und auch das Konzept dieser alternativen Ernährungstheorie inzwischen weite Vorbereitung in der Gesellschaft mit entsprechend vielen Anhägern gefunden hat.



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Doch ist das nur ein weiterer Ernährungstrend ohne Nutzen oder steckt mehr dahinter? Ist die basische Ernährung unabhängig ihrer Grundtheorie vielleicht auch schon wegen ihrer spezifischen Lebensmittelauswahl gesund und deshalb empfehlenswert?

Was ist der Hintergrund zur basischen Ernährungslehre?

Die basische Ernährung beschreibt in ihrer Grundlage eine Ernährungsart, bei der ein möglichst ausgeglichenes Säuren/Basenverhältnis im Köper angestrebt werden soll. In der Umsetzung erfolgt dies über sogenannte „basenüberschüssige“ Lebensmittel und Getränke, die mindestens 70-80 Prozent der täglichen Ernährung ausmachen sollten.

Ab einem Anteil von nachhaltig 80 Prozent basenreichen Lebensmittel spricht man von einer basischen Ernährung, bei 95-100 Prozent basischen Lebensmittel vom sogenannten „Basen-Fasten“. Ziel der basischen Ernährung soll es sein, die Übersäuerung im Körper auf ein gesundes Maß herunter zu regulieren und so ein basisches Milieu zu schaffen.

Der Körper ist jedoch nicht einfach basisch oder sauer, sondern unterschiedlich eingestellt, was seinen PH Wert betrifft. So ist z.B. der Magen logischerweise im sauren PH Wert angesiedelt, ebenso der natürliche Säuremantel unserer Haut. Andere Bestandteile wie z.B. unser Blut oder die Lymphen sind wiederum leicht basisch eingestellt.

Wäre der ganze Körper mit allen Organen durchgehend basisch oder sauer eingestellt, dann hätten wir ein echtes Gesundheitsproblem, besser gesagt sogar ein Überlebensproblem. Sinn der basischen Ernährung soll es jedoch sein, die Bestandteile unseres Körpers die naturgegeben basisch sein sollten dabei zu unterstützen diesen Zustand leichter aufrechtzuerhalten bzw. diesen wieder anzustreben.

Als besonders basisch geltende Lebensmittel

Es geht bei der Auswahl der basischen Lebensmittel nicht darum, ob diese bei der Einnahme bereits basisch oder säurehaltig sind. Es geht darum wie die Nahrung im Körper verstoffwechselt wird. Vor allem eiweißreiche, tierische Nahrung wie Schweinefleisch oder Rindfleisch sind hier als säure Bildner bekannt. Ebenso gelten unzählige Fertiggerichte und Weißmehlprodukte zu diesen ungesunden Lebensmitteln, die in einer basischen Ernährung deutlich reduziert, im Idealfall gar nicht konsumiert werden sollten.

Das macht abgesehen von der basischen Ernährungslehre ebenfalls aus gesundheitlichen Gesichtspunkten absolut Sinn, denn Fertigpizza, Fast Food und mit Zusatzstoffen und minderwertigen Zutaten hergestellte Fertigprodukte sind ja auch definitiv ungesund. Sie können vor allem langfristig zu erheblichen Schäden an der körperlichen sowie psychischen Gesundheit führen.

Die empfohlenen basische Lebensmittel stammen wiederum hauptsächlich aus pflanzlicher Nahrung in Form von Obstsorten, Gemüsen und Wildkräutern. Egal was man nun vom basischen Ernährungskonzept hält, auch das ist gesundheitlich als absolut positiv zu sehen.

Beispiele für basische sowie säurebildende Lebensmittel:

Hier möchte ich Euch ein paar ideale Lebensmittel für eine basische Ernährung vorstellen und einige Säurebildner, die ihr nach dem Ernährungskonzept unbedingt stark reduzieren oder ganz meiden solltet. Beim basischen Fasten sind Letztere vollständig tabu:

Basische Lebensmittel mit hohem Basenwert:

Säurebildende Lebensmittel die einer basischen Ernährung besonders stark entgegenwirken:


  • Schweinefleisch (Schwein ist nicht pauschal ungesund!)
  • Rindfleisch
  • Pute
  • Weizenmehl
  • Wurstprodukte
  • Fruchtnektare
  • Alkoholische Getränke
  • Nudeln (In Maßen verzehrt, ideal Vollkornnudeln sind ok, sie machen auch nicht dick)
  • Fertiggerichte z.B. TK Pizza oder Dosenravioli
  • Fast Food wie z.B. Burger und Chicken Nuggets

Hat die basische Ernährung Vorteile für die Gesundheit und Auswirkungen auf die Lebenserwartung?

Unabhängig der gleich folgenden medizinischen und wissenschaftlichen Betrachtung des Themas hat die basische Ernährung losgelöst von ihrem Grundkonzepts der Basen/Säuretheorie definitiv eine positive Auswirkung auf die Gesundheit und damit auch auf die Lebenserwartung. Dies resultiert allein schon aus der Tatsache, dass ein basisches Ernährungskonzept ganz aktiv und bewusst auf gesunde und vitalstoffreiche Nahrungsmittel mit deutlichem pflanzlichem Überschuss setzt und gleichzeitig größtenteils oder sogar gänzlich auf gesundheitlich bedenkliche Lebensmittel verzichtet.

Der Körper braucht grundsätzlich eine möglichst konstante und ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen, die er mit der heutigen Ernährungsweise viele Menschen nicht mehr ansatzweise bekommen kann. Häufig besteht diese ungesunde Ernährung aus einer Mischung aus Fast Food, Fertiggerichten, Süßigkeiten, Soft Drinks, alkoholischen Getränken, Fertigbackwaren und anderen ungesunden „Lebensmitteln“. Viele davon sind qualitativ minderwertig, mit Pflanzenschutzmitteln, Medikamenten, Hormonen oder gezielt mit häufig ebenfalls bedenklichen oder sogar aktiv gesundheitsschädlichen Zusatzstoffen belastet. Lässt man diesen ganzen Müll aus seiner Ernährung weg oder reduziert ihn zumindest drastisch, dann steigt in Folge dessen der Gesundheitsfaktor und das Wohlbefinden und damit letztendlich auch die durchschnittliche Lebenserwartung.

Bei gesunden Menschen liegt der pH-Wert im Blut bei 7,4, was einem leicht basischen Wert entspricht. Ein gesunder Körper kann seinen Säure-Basenhaushalt selbst aufrechterhalten. Ihm eine mögliche Unterstützung dabei über die Nahrungsaufnahme von basischen und nebenbei im Großteil äußerst gesunden Lebensmitteln zu geben macht aus gesundheitlicher Sicht absolut Sinn.

Wenn die basische Ernährung möglicherweise einen Beitrag dazu leistet, dass das Säure-Basen-Verhältnis des Körpers einfacher im Gleichgewicht gehalten werden kann und der Organismus somit entlastet wird, dann sollte es einen Versuch wert sein. Wenn man den Körper über längere Zeit ständig nur mit ungesunden Essen überlastet, dann hat er für sein natürliches Puffersystem eines gesunden PH Wertes irgendwann kaum noch Reserven. Abgesehen davon kann eine derart schlechte Ernährung zu unzähligen typischen Zivilisationskrankheiten führen.

Wie wird die basische Ernährung aus wissenschaftlicher Sicht beurteilt?

Aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet kann ein gesunder Mensch seinen Säure-Basen-Haushalt ganz von alleine im Gleichgewicht halten. Bei Personen die jedoch an Krankheiten wie z.B. Diabetes Typ 1 und 2 leiden, kann es zur sogenannten Azidose kommen. Hier ist das Absinken des PH Wertes im Blut gemeint, welches akut lebensbedrohlich werden kann! Der PH Wert des Blutes darf nicht in den sauren Bereich umschlagen.

Aus dem Blut wird auch der PH Wert zur Bestimmung des Säure-Basenhaushaltes gezogen. Auch über den Urin kann man Säureüberschüsse nachweisen, die von den Nieren zu Regulation ausgeschieden werden.

Rein wissenschaftlich betrachtet bedeutet das, dass ein gesunder Mensch wie bereits gesagt selbst in der Lage ist seinen Säure-Basen-Haushalt in einer ausreichenden Balance zu halten. Über die Übersäuerung z.B. im Bindegewebe oder in einigen Organen, gibt das Blut allerdings keine pauschale Auskunft.

Für die Übersäuerungstheorie soll es aktuell keinen wissenschaftlichen Nachweis geben. Wohl aber über die wahrscheinlichen und auch aus meiner Sicht logischen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit, aufgrund der wesentlich gesünderen Nahrungsmittel, welche die Basis dieser Ernährungsform darstellen.

Ein saurer pH-Wert des Urins, soll laut wissenschaftlichen und medizinischen Aussagen ein direkter Beweis dafür sein, dass die Nieren tatsächlich überschüssige Säuren ausscheiden. Genau das machen sie auch! Doch belastet eine schlechte Ernährung nicht auch langfristig die Nieren und überfordert den Körper in seiner gesunden Selbstregulation?

Für die basischen Ernährung soll es laut Wissenschaft somit keine Vorteile für die Gesundheit geben, zumindest wenn man das Ernährungskonzept nur auf den Säure-Basen-Haushalt selbst bezieht. Wenn man die gesunden Lebensmittel und die positiven Auswirkungen der darin enthaltenen Vitalstoffe jedoch mit einbezieht, dann kommt man natürlich eher zu einem besseren Ergebnis.

Fazit:


Eine basische Ernährung ist gesund, unabhängig ob man nun die Theorie der Übersäuerung für richtig oder falsch hält, denn sie bevorzugt klar die gesunden Lebensmittel gegenüber den Ungesunden. Zudem schließt sie besonders schädliche Nahrungsmittel gänzlich aus bzw. reduziert ihre Menge drastisch, zumindest wenn man durchgehend nach dem basischen Ernährungskonzept lebt. Einen Nachteil oder Nebenwirkungen hat diese Ernährungsform somit nicht, sondern etliche Vorteile die klar auf der Hand liegen.

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Über Marco Eitelmann 410 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 16 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt und mich durch zusätzliche private Fortbildung zum Experten im Bereich Lebensmittelzusatzstoffe, Ernährung und Gesundheit entwickelt. Beruflich lag zudem ein Schwerpunkt auf der Lebensmittelsicherheit (HACCP und EHI Dokumentation) sowie dem Infektionsschutz. Privat: Ernähre ich mich ebenfalls sehr gesund und bin immer wieder mit Experimenten sowie dokumentierten Selbstversuchen in Sachen Ernährung und Gesundheit beschäftigt. Ich verbringe meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir dabei viel Wissen durch Fachliteratur und praktische Erfahrungen über Pflanzen, Pilze und Wildkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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